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Schloss Moritzburg kennt jeder. Aber wer kennt diese Geschichte?

Aktualisiert: 2. Dez. 2023

Schloss Moritzburg kennt eigentlich jeder. Wer noch nicht da war, hat zumindest 3 Nüsse für Aschenbrödel im Fernsehen gesehen. Der bekannte Film wurde in den 70ern dort gedreht.

Nach der Wiedervereinigung wieder in Schwung gebracht (zu DDR-Zeiten nutzte man die Türme als Wohnungen), zieht das Schloss jedes Jahr tausende Besucher an und dient als beliebte Kulisse und Rahmen - wie zum Beispiel für das Moritzburg Festival.

Bis zu seiner Flucht vor den einmarschierenden Sowjets, lebte Prinz Ernst Heinrich auf Schloss Moritzburg. Er empfing dort namhafte Gäste, so auch Carl Friedrich Goerdeler, den Kopf des zivilen Widerstands im Nationalsozialismus. Auch traf der Prinz Walther Hultsch dort, den er einmal mit dem Ruderboot zur Schwaneninsel im Schlossteich ruderte. Beide Männer teilten sich bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ein Dienstzimmer bei der Abwehr, dem militärischen Geheimdienst, in Dresden. Beim Einmarsch der Sowjets versteckte Walther seine Bilder im Schloss in der Hoffnung, dass diese dort vor den Randalierern geschützt seien. Das war ein Irrtum. Die russischen Soldaten veranstalteten Messerwerfen darauf und verwüsteten das Schloss stark. Die Flicken auf den Rückseiten der Ölgemälde sind heute Erinnerungen an diese Zeit.

www.waltherhultsch.de
Schloss Moritzburg

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